Jun 272019
 

27.06.2019

Bürgerinitiative Schoeler-Schlösschen  beendet ihr Engagement

Presseerklärung

Seit mehr als 4 Jahren gibt es die Bürgerinitiative (BI), die sich für ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum im Schoeler-Schlösschen einsetzt. Niemals in diesen Jahren haben Verantwortliche in der BVV oder in der Verwaltung überhaupt mit Bürgerinnen und Bürgern über die detaillierte Konzeption der BI  diskutiert. Auf Angebote von unserer Seite für Gespräche wurde nicht eingegangen. Zuletzt wurde  ein Antrag der Linksfraktion im Kulturausschuss, der die Verwaltung aufforderte, die Konzeption der BI umzusetzen, ohne inhaltliche Diskussion vom Tisch gefegt.

Während dieser ganzen Zeit kursierten im verborgenen, nichtöffentlichen Raum  Gerüchte über mögliche Nutzungen.
Nicht zuletzt auf unseren Druck hin wurden am 15.6 und 29.6. Werkstattgespräche mit Bürgerinnen und Bürgern angeboten. https://schoelerschloesschen.de/einladung-werkstattgespraeche/   An 2 Tagen können hier Ideen für die Nutzung des Hauses diskutiert und entwickelt werden. Aber bereits in der Eröffnung des ersten Werkstattgesprächs wurde der Bürgerinitiative klar gemacht, dass für ihre Vorstellungen kein Platz sei. Selbst auf mehrmaliges Nachfragen der BI wurde es abgelehnt, im Rahmen einer der 10 vorgesehenen Arbeitsgruppen, ihr Konzept vorzustellen oder zu diskutieren.

Die Ziele der BI – und das haben mehr als 4000 UnterstützerInnen mir ihrer Unterschrift bekräftigt – beziehen sich von Anfang an konkret darauf, ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum im Schlösschen möglich zu machen. Andere Nutzungen des Hauses zu unterstützen oder mit auszuarbeiten lassen sich mit diesem Votum nicht begründen, wenn man Bürgerwillen und Bürgerinitiative ernst nimmt. Selbstverständlich haben wir unsere Mitglieder über die Werkstattgespräche informiert, so dass sie sich nach ihren individuellen Vorstellungen daran aktiv beteiligen können.

Im Verlauf unserer Bemühungen, mit allen zuständigen und politisch in der Bezirksvertretung und der Verwaltung  vorhandenen Personen und Ämtern Kontakt aufzunehmen, mussten wir leider immer wieder feststellen: Bürgernähe ist ein gern benutztes Wort, das in der Praxis ein Fremdwort geblieben ist. Bürgerinitiativen sind dort offensichtlich unbequem und lästig. Dieser rückwärts gewandte Politikstil macht deutlich, dass der für eine entwickelte Demokratie so wichtige Streit um die beste Lösung mit zivilgesellschaftlichen Akteuren, nicht gewollt wird.

Es bleibt trotz allem unsere Hoffnung, dass mit dem von uns angestoßenen Protest gegen den Leerstand des Hauses eine Nutzung unter Bezirksleitung gefunden wird, die den vielfältigen Interessen der Bürgerinnen und Bürger entgegen kommt.

Bürgerinitiative Schoeler-Schlösschen
Für alle AktivistInnen

Rainer Wittek
Sprecher der BI

Rückfragen  email hidden; JavaScript is required   und  030 / 863 972 25

  Eine Antwort zu “Presseerklärung 27.06.2019”

  1. Lieber Herr Wittek,
    da ich viele Unterschriften für unser Projekt eingebracht habe, bin ich über den Ausgang wirklich enttäuscht und bestürtzt.
    Wie konnte es nur so in die falsche Richtung verlaufen ? Wo bleibt die immer so gepriesene Demokratie ? Anscheinend gibt es diese gar nicht.
    Es würde mich aber trotzdem freuen, wenn das Schöler Schlößchen für alle öffentlich zugänglich gemacht wird.
    Andreas K. Walter

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