Mrz 052016
 

Völkerverständigung durch kulturelle Teilhabe ist ein Gründungsmotiv selbstverwalteter Soziokultureller Zentren – wie auch der Bürgerinitiative Schoeler-Schlösschen – und wird seit über 40 Jahren mit interkulturellen Angeboten praktiziert.

Flüchtlinge werden auf ihrem schwierigen Weg vom hilfsbedürftigen Gast zum gleichberechtigten Mitbürger unterstützt, unsere vielfältige Kultur kennenzulernen und sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen, denn kulturelle Teilhabe ist essenziell, wenn es darum geht, dass Neuankömmlinge ihre Umgebung verstehen und das sie verstanden werden.

Durch die soziokulturelle Kommunikation zwischen Neuankömmlingen und Einheimischen werden Vorurteile und Bedenken abgebaut und Toleranz und Vertrauen aufgebaut. Gute Voraussetzung für ein soziales Miteinander in den Wohnbezirken.

Wenn die riesige gesellschaftliche Integrationsaufgabe gelingen soll, muss auch die Kulturpolitik des Landes Berlin der Realität Rechnung tragen und Soziokulturelle Einrichtungen in den Bezirken fördern, nämlich da, wo das nachbarschaftliche Leben passiert.

Wie das im selbstverwalteten Soziokulturellen Zentrum Schoeler-Schlösschen in Angebote umgesetzt werden könnte, kann in der fiktiven Geschichten „Schoesch-Tage“ nachgelesen werden.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Berliner Parteien auch bei der Kulturpolitik überfordert sind und nicht erkennen wollen, welche gesellschaftliche Relevanz die freie Kulturszene, insbesondere die Soziokultur gerade heute hat. Als Alternative zu städtisch verwalteten Einrichtungen.

Die integrative Kraft der Soziokultur entwickelt eine gesellschaftliche Dynamik , die die Anwohner ermächtigt, ihre Nachbarschaft mit Menschen aus anderen Kulturen zu leben.

Statt dessen werden provinziell – kleinkarierte Diskussionen über Selbstverwaltung geführt, die engagierten Anwohner abstößt, anstatt sich inhaltlich mit den kulturpolitischen Zielen der Bürgerinitiative auseinanderzusetzen. Es ist nicht damit getan einfach „Selbstverwaltung“ abzulehnen, Verwaltung und Politik muss auch sagen warum und welche Interessen sie da eigentlich vertreten? Sicherlich nicht die der Bürger!

„Engagierte Bürgerinnen sind eine der wertvollsten Ressourcen, die Berlin hat.“ So wie die Grünen, schreiben das alle Parteien so oder so ähnlich in Ihren Wahlprogrammen. Die Bürgerinitiative Schoeler-Schlösschen ist so eine wertvolle Ressource. Nur nutzen will sie keiner.

Rainer Wittek

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