Donnerstag (2)

 

Das selbst organisierte Erwerbslosenfrühstück ging fast routinemäßig über die Bühne. Diesmal kamen noch mehr Gäste als letzte Woche. Auffällig war, dass immer mehr junge Menschen das Frühstücksangebot wahrnehmen und Alleinerziehende oft ihre Kinder mitbringen.

Von 10:00 – 17:00h hat das Bezirksamt das gesamte OG und DG gemietet. Mit einer Transparenzoffensive sollen die Bürger ermutigt werden, mitzureden über Dinge, die im Bezirk geschehen. Da die Mitwirkungs- und Mitentscheidungsrechte der Berlinerinnen und Berliner gegenwärtig sehr beschränkt sind, soll das Bezirksverwaltungsgesetz überarbeitet werden. Ein erster Entwurf wird von Bürgermeister Reinhard Naumann vorgestellt. Leider war bei diesem Entwurf wieder kein Bürger beteiligt. Das war auch die Hauptkritik zahlreicher Besucher. Der Hauptkritikpunkt an dem Entwurf war jedoch der Zeitpunkt, ab wann der Bürger mitwirken soll, der sehr unklar und schwammig definiert wurde. Die Besucher hatten den Eindruck, dass das alte wie der Entwurf des neuen Bezirksverwaltungsgesetz eher die Mitwirkungs- und Mitentscheidungsrechte verhindert oder es durch trickreiche Verwaltungsvorschriften dafür missbraucht werden kann. Die Anwesenden forderten eine „Phase 0″, für die Mitentscheidung der Bürger, bevor amtliches Handeln und Planen beginnt.

Aber Reinhard Naumann ist ja ein freundlicher Bezirksbürgermeister. In mehreren Ansprachen im Verlauf des Tages forderte er die Anwesenden auf, ihm Ideen und Kritik mitzuteilen. Er versprach, dass sie an den richtigen Stellen ankommen. Mischen Sie sich ein! Ich freue mich darauf! waren seine aufmunternden Abschlussworte und verschwand ins „Schoeler“, wo ihm Flo eine Bürgermeistersmoothie zubereitete mit vielen grünen Kräutern und hellroter Beete.

Spanischer Abend mit Flamenco, Tapas und Vino Tinto. Im EG-Studio und dem „Schoeler“. Beginn 19:00h, Eintritt frei

Blaues Gras!? Bluegrass & Soul Folk, Rock und Blues aus USA, mit The Builders & The Butchers. DG Saal. Beginn 21:30h, Eintritt 15 €

„Das machen wir“, beschlossen zwei Frauen aus der Werbebranche auf dem gestrigen Nachhauseweg mit dem Fahrrad von der Veranstaltung mit Gioconda Belli. Deshalb besuchten sie Lena heute, um ihre Idee vorzutragen. Sie schlugen eine Kampagne vor, die dafür wirbt, das Auto stehen zu lassen, wenn man eine Kulturveranstaltung in Berlin besucht. Ausgehend von Schoesch, möchten sie diese Werbekampagne auf ganz Berlin ausweiten. Dafür sollen noch weitere Veranstalter und Kulturstaatssekretär Tim Renner angesprochen werden, um sich an der Kampagne und den Kosten zu beteiligen. Lena konnte für ihr Engagement aber „nur“ ein paar Veranstaltungsfreikarten anbieten. „Das ist o.k.“, äußerten die beiden, zumal sie die Kampagne ehrenamtlich durchziehen wollen.

Kaum war der Bürgermeister in seiner Diesel-Fahrbereitschaft davongebraust, gingen die Diskussionen unter den Gästen im „Schoeler“ erst richtig los. Bis tief inne Nacht. Aber da sind Flo und Suse konsequent. Um 23:30h werden der Bierhahn abgedreht, keine Weinflasche mehr geöffnet, die Stühle auf den Tisch gestellt und das Licht im „Schoeler“ ausgemacht. Feierabend!

Es war einer dieser soziokulturellen Tage mit erfreulichem Umsatz im CaféRestaurant. Superhirn Zuse war mit ihrem Trinkgeld mehr als zufrieden, schloss das Zentrum ab, um sich im Jazz-Club Badenscher Hof um die Ecke noch einen Schlaftrunk zu genehmigen.

Rainer Wittek

Die fiktive Geschichte wird morgen fortgesetzt

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