Jul 022017
 

Die Linken hatten am 30.Juni ins Rathaus eingeladen. Im BVV-Saal trugen über 30 Initiativenvertreter*innen ihre Konzepte, Anliegen und Auseinandersetzungen mit Politik und Verwaltung vor. Durch alle Beitrage zog sich wie ein roter Faden die Kritik an fehlender Bereitschaft von Politik und Verwaltung, die betroffenen Bürger frühzeitig und verbindlich in politische Entscheidungsprozesse einzubinden, wie es in allen Wahlprogrammen versprochen wird. „Machen wir uns nichts vor, man hört uns gerne zu, hat ja den Anschein von Bürgernähe, das war’s dann auch, denn in diesen Strukturen sind Mitspracherechte der Bürger*innen nicht vorgesehen, wir haben da nichts zu sagen“. So drückte es eine Initiativenvertreterin aus und beschrieb damit wohl die Erfahrung der meisten Anwesenden. Weiterlesen »

Mai 012017
 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer –  und die es noch werden wollen,

alle Bedenken, die wir mit der Entscheidung des Kulturausschusses hatten, sind in vollem Umfang eingetreten. Kurzfristig hatte Frau Dr. Pöthe-Elevi, (B90/Die Grünen), Gegnerin eines selbstverwalteten Soziokulturellen Zentrums, also auch unserer BI, die kulturpolitischen Sprecher*innen der in der BVV Char.-Wilm. vertretenen Parteien eingeladen. Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz (SPD) wurde erst gar nicht eingeladen, kam aber trotzdem. Man verweigerte uns der Sitzung beizuwohnen mit der Begründung, dass es ja kein Ausschuss sei, sondern eine Arbeitsgruppe und die sei nun mal nicht öffentlich. Eine für eine entwickelte Demokratie nicht akzeptierbares Verhalten, das auch mit dem Bezirksverwaltungsgesetz und der Geschäftsordnung der BVV nur schwer vereinbar ist. Dabei standen für eine BI so elementare Fragen auf der Tagesordnung, wie Ziele, Zusammensetzung und Öffentlichkeit.

Derzeit kann davon ausgegangen werden, dass CDU, B90/die Grünen und AfD sich einig sind ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum im Schoeler-Schlösschen zu verhindern. Es werden auch schon Mitbewerber ins Spiel gebracht, die sich bisher nicht für das Schoeler-Schlösschen engagierten und deren Konzepte den Wilmersdorfer Bürger*innen nicht bekannt sind.

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Apr 132017
 

Vor 40 Jahren wurde der zakk e.V. gegründet. Die erste zakk-Veranstaltung (Filmvorführung Blizkrieg Pop zur aufkommenden Punkbewegung) fand nicht hier sondern im Carsch-Haus statt, was damals noch ein Kultur- und kein Konsum-Tempel war. Bereits im Sommer organisiert der Verein ein kleines Straßenfest für Arbeiter- und Ausländer-Kinder auf der Fichtenstraße. Ab 1980 werden Räume im Nachbarhaus genutzt, klein-zakk startet mit ersten Veranstaltungen und Treffs. Die Fichtenstr. 40 wird umgebaut, 7.500 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet und ab 1984 können erste Räume provisorisch genutzt werden. 1986wird der 100.000 Gast gezählt und 1988 wird das Zentrum „offiziell“ eröffnet. Seit 1991 gibt es die „neue Theke“, seit 1996 eine Homepage (und das 1. Düsseldorfer Internet-Cafe), 1999 wird der Club erweitert. 2002 machten wir erstmals 400 Veranstaltungen im Jahr, seit 2005 gibt es die 50plus Party und vor zehn Jahren fand die 1. Nichtraucher-Party statt….

zakk Eingangsseite

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Apr 072017
 

In der jüngeren Vergangenheit hat es vermehrt Versuche politischer Gruppierungen gegeben, auf die Raumvergabe in stadtteilkulturellen Einrichtungen Hamburgs Einfluß zu nehmen. Aus diesem Anlass hat der Dachverband STADTKULTUR HAMBURG eine Stellungnahme zur Autonomie der Einrichtungen der Stadtteilkultur veröffentlicht.
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Mrz 072017
 

Ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum für Wilmersdorf im Schoeler-Schlösschen 

Präambel                                                                                                                                                                                        Anfang der 70er Jahre gründeten sich überall im Lande Bürgerinitiativen, die dafür eintraten, dass die Beschäftigung mit kulturellen Werten nicht mehr an bestimmte gesellschaftliche Schichten geknüpft sein darf. Durch Einschluss der Vielfalt ethnischer Kulturen, ebenso das Neben- und Miteinander aller Genres und Disziplinen, entwickelte sich ein Kulturverständnis, das breiten Bevölkerungsschichten die aktive Teilhabe am kulturellen und politischen Leben ermöglichte. Durch die anfangs ablehnende Haltung von Politik und Verwaltung gegenüber dieser Bürgerbewegung, entschlossen sich einige Initiativen leerstehende Gebäude zu besetzen, um selbstbestimmt ihre Vorstellung von Kultur zu realisieren. (u.a.Pavillon Hannover, Alte Feuerwache Köln, ufaFabrik Berlin).

Mit den Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann (Frankfurt a/M) und Hermann Glaser (Nürnberg) wurde 1976 die Kulturpolitische Gesellschaft (KuPoGe) gegründet, die die Forderungen dieser zivilgesellschaftlichen Bewegung aufnahm und einen erweiterten Kulturbegriff propagierten. Mit dem Slogan „Kultur für alle“ begründeten sie mit dem Begriff  –Soziokultur-  eine „Neue Kulturpolitik“. Als Gegenentwurf zu der konsum- und unterhaltungsorientierten Hochkultur, die für eine kleine Elite mit unpolitischem Kulturverständnis bereitgestellt wurde und 99,5% der Kommunalen Kulturhaushalte verschlang.

In den meist sozialdemokratisch geführten Ländern wurden Haushaltsmittel für Bau und Betrieb selbstverwalteter soziokultureller Zentren bereitgestellt. Zwischen den zivilgesellschaftlichen Initiativen und der Politik entstand zum ersten mal eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe bei Planung und Realisierung der Zentren. Die Hausbesetzungen wurden legalisiert und die Gebäude zu soziokulturellen Zentren ausgebaut und somit den Verwertungsinteressen der Immobilienwirtschaft entzogen, zu Gunsten einer kulturellen Stadtentwicklung. Weiterlesen »

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