Dez 292017
 

Tom – Cartoonist der taz

Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer,

jetzt engagiert sich unsere BI seit über 2½ Jahren für die Durchsetzung eines selbstverwalteten soziokulturellen Zentrums im seit 12 Jahren leerstehenden Schoeler-Schlösschen.

Die ersten 1½ Jahre haben wir genutzt, um der Öffentlichkeit und allen Fraktionen der BVV unsere detaillierte Konzeption vorzustellen. Diese Zeit war auch geprägt von einer Kulturverwaltung unter Leitung von Dagmar König(CDU), die Gespräche über  unsere kulturpolitischen Vorstellungen  „Kultur  für alle und von allen“, in Selbstverwaltung der Bürger*innen, kategorisch ablehnte und uns jegliche Unterstützung verweigerte. Weiterlesen »

Dez 072017
 

Liebe Unterstützerinnen und  Unterstützer – und die es noch werden wollen, 

am 17. September  haben über 200 Wilmersdorfer*innen das Schoeler-Schlösschen umzingelt und laut und deutlich ein selbstverwaltetes soziokulturelles Kulturzentrum in Bürgerhand gefordert. Immer wieder  schallte es durch die Wilhelmsaue „wir wollen da rein.“ Dabei fordert die Initiative mit ca. 2.500 Unterstützer*innen die Einhaltung des Versprechens, wie es in der Zählgemeinschaftsvereinbarung zwischen SPD und Grünen eindeutig formuliert wurde:

 „Für das Schoeler-Schlösschen soll mit Beteiligung der Bürger*innen das Konzept weiter ausgearbeitet werden.“

Das von der BVV eingeleitete, völlig intransparente Vorgehen zeigt, dass man dieses Versprechen nicht einlösen will und somit weiteres Vertrauen bei den Bürger*innen verspielt. Es wird ein Verfahren  der Bundeshaushaltsordnung mit dem schönen Namen „Interessenbekundungsverfahren“ vorbereitet, das über eine Markterhebung prüfen soll, ob es nicht wirtschaftlicher (?)  ist, eine staatliche (kulturpolitische!) Leistung durch private Anbieter erbringen zu lassen.  Die Mitwirkung der Zivilgesellschaft, insbesondere der Anwohner*innen, ist nicht vorgesehen. Weiterlesen »

Sep 202017
 

 klang es aus über 200 Kehlen von Kindern, Eltern und Großeltern nach der Menschenkette um das Schoeler-Schlösschen am 17.9.2017.

Ein Videoschnipsel von der Menschenkette

 Ein lauter Ruf an die Politik das zivilgesellschaftliche Engagement der Bürger*innen ernst zu nehmen, denen die urbane Entwicklung ihres Bezirkes nicht egal ist und die Verantwortung für ihr Lebensumfeld übernehmen wollen.  Seit zwei Jahren  engagieren sich bisher über 2.200  Wilmersdorfer*innen dafür,  dass im Schoeler-Schlösschen ein Kulturzentrum in eigener Trägerschaft und unabhängiger Programmgestaltung entsteht. Wir erwarten von der Politik, dass Sie nicht wieder  Entscheidungen an den Bürger*innen vorbei treffen. Wir verlangen  einen partizipativen Politikstil, in dem ein transparenter Diskurs mit dem Souverän  selbstverständlich wird. Weiterlesen »

Jul 312017
 

Sie zählt zu den bedeutendsten deutschen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sie hat über 50 Jahre in Berlin Prenzlauer Berg gelebt und gearbeitet. Trotzdem lehnte das Land das Angebot der Nachfahren dankend ab, den Nachlass der Künstlerin zu übernehmen! Es musste also eine private Lösung her, damit das Werk der großen Künstlerin Berlin erhalten bleibt.In den Räumen der Stiftung Bernd Schultz auf der Fasanenstraße  fand  die Kollwitzsammlung des Kunsthändlers Pels-Leusden auf einer Fläche von ca. 900 qm seit 1986 ihre museale Heimat, aus der sie jetzt vertrieben werden soll.

Die geringe Wertschätzung des Landes Berlin gegenüber dem Werk von Käthe Kollwitz, eine unfassbare kulturpolitische  Entscheidung, setzt sich jedoch heute fort. Der kulturpolitische Sprecher der CDU schlägt als neues Domizil das Schoeler-Schlösschen vor, das barocke Landhaus in Wilmersdorf, in dem max. 440 qm Ausstellungs- und Archivfläche hergestellt werden könnten, die die z.Zt. ausgestellten 120  Exponate aufnehmen müsste  an Wandflächen, die alle 2 m von einem Fenster unterbrochen werden. Die Raumhöhen im Schoeler-Schlösschen von 2,45 bis 3,70 m würden durch die notwendige Klimatechnik weiter reduziert. Die Raumhöhen der Fasanenstr, liegen bei 4 bis 7 m.

Geringe Raumhöhe, alle 2 m ein Fenster

Angesichts dieser Fakten kann dieser Vorschlag aus museumstechnischer Sicht als völlig ungeeignet abgetan werden. Aber er hat  auch eine höchst bürgerfeindliche Absicht. Der Vorschlag und damit das Werk von Käthe Kollwitz, wird von der CDU dazu missbraucht, ein von über 2.000 Bürger*innen gefordertes selbstverwaltetes Soziokulturelles Zentrum im Schoeler-Schlösschen zu verhindern, was ihr bei über 500 dieser Zentren in Deutschland nicht gelang. Weiterlesen »

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