Sep 122015
 

Was tun gegen rassistische Parolen? Argumentationstraining gegen Rechts. Die Fortsetzung der offenen Diskussionsreihe zu aktuellen politischen Themen. OG-Studio, Beginn 15:00h, Eintritt frei

Herzlich Willkommencic! Wenn ihr kommt, ist Eure Musik schon da! Traditionelle und moderne Musik vom Balkan, nicht nur für Menschen mit Migrationsvorder- und -hintergrund. DG-Saal, Beginn 17:00h, Eintritt 7 €, Eintritt frei für Asylbewerber und Flüchtlinge.

Durst und Heimweh. Lakonisch-witzige Geschichten über das Hier und Jetzt von Frank Goosen. EG-Studio, Beginn 19:00h, Eintritt 14 €

Unsterbliche Klassiker. Jan Plewka singt Simon & Garfunkel. Wer die Platte „Sounds of Silence“, natürlich auf Vinyl, mitbringt, kommt umsonst rein. DG-Saal, Beginn 21:00h, Eintritt 20 €

Mit dieser Programmplanung wollte Lena nochmals verdeutlichen, was denn Soziokultur mit „Vielfalt aus Prinzip“ meint.

Das ging aber schnell, dachte sich Lena. Tim Renner rief an und bat um ein Gespräch im Schoesch, um sich über die Kampagne „Kultur ohne Auto“ zu informieren. Obendrein sei er neugierig zu erfahren, wie die gemeinnützige GmbH das Schoeler-Schlösschen wieder zum Leben erweckt hat. Er erinnere sich noch, dass er vor einiger Zeit von der damaligen Bezirksstadträtin Dagmar König durch das seit 12 Jahren leerstehende, trostlose Gebäude geführt wurde. Lena wird den Besuch dazu nutzen, Herrn Renner davon zu überzeugen, den jährliche Zuschuss aus dem 300-Mio.-Kulturetat von Berlin zu übernehmen. Nicht nur, um den Bezirk zu entlasten, sondern auch, weil das selbstverwaltete Schoesch längst als gesamtstädtische Kultureinrichtung mit Alleinstellungsmerkmal in Berlin anerkannt ist mit seinem Soziokulturellen Programm.

Erfreulicherweise kamen viele Flüchtlinge von der Notunterkunft ExRathaus Wilmerdorf, Fehrbelliner Platz ins Schoesch, um die vertraute Musik ihrer Heimat zu erleben, aber auch um dem monotonen Einerlei ihrer Tage einen Augenblick zu entkommen. In den Pausen entstand im Foyer so mancher Kontakt zwischen den Europäern vom Balkan und den deutschen Europäern. Da geht noch mehr!

50 Ways to leave your Lover, Mrs. Robinson, Cecilia – mal als beschwingten Rock, mal als betörendes Drama vorgetragen – begeisterte das Publikum. Bei „Bridge over Troubled Water“ wurde daraus dann ein gemeinschaftsstiftendes Vergnügen. Mit Klavierbegleitung und großen Textschildern wurde das Publikum zum einstimmigen Chor.

Aus den Gesprächen mit den heutigen Besuchern – die meisten kommen nach der Veranstaltung noch einmal ins „Schoeler“ – konnten Lena und Jasmin entnehmen, dass sie die richtige Angebotsmischung gefunden hatten.

Als Jasmin das Zentrum abschloss, kam noch einmal die Polizeistreife vorbeigefahren. Die Beamten bestätigten, dass sie bei den ersten beiden Veranstaltungen in Sichtnähe geparkt hätten, aber keine Neonazis oder rassistischen Dumpfbacken sich dem Zentrum genähert hätten. Beruhigt machte sich Jasmin auf den Nachhauseweg.

Wieder war einer dieser typischen soziokulturellen Wochenendtage vorbei. Jetzt noch ein Sonntag, dann schließt das Schoeler-Schlösschen für 15 Tage, dachte sich Jasmin und freute sich auf ihren Urlaub.

Rainer Wittek

Die fiktive Geschichte wird morgen fortgesetzt

 

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