Aug 282015
 

Der Freitag beginnt mit dem beliebten Fairtradefrühstück, zu dem sich regelmäßig viele Anwohner einfinden. Flo bietet heute einen Kaffee aus Costa Rica mit einem schokoladigen Geschmack an, den sie von einem Berliner Start-up Kaffee-Röster bezieht, der nur Kaffebohnen mit dem Fairtradesiegel verarbeitet und garantiert ohne Kinderarbeit gepflückt werden.

Im großen Gruppenraum findet um 15:00h, wie jeden Freitag, die offene Schreibwerkstatt für Jugendliche von 14 bis 21 Jahren statt. Eintritt frei

Abends tanzt der Bär im Schoesch! In allen Veranstaltungsräumen werden die Stühle für die Tanzflächen weggeräumt, die Plattenspieler für die Discjockeys und die Lichteffekte installiert: Großeinsatz für Ari, dem noch 3 ehrenamtliche Helfer zur Seite gestellt wurden.

Im EG Studio sind die Gesellschaftstanz-Klassiker angesagt wie Walzer und Foxtrott. Die Freunde des Tangos kommen im Studio 2 im OG auf ihre Kosten. Im großen Saal im DG gibt es dann die Möglichkeit für Sportliche und individuellen, rhythmischen Körperausdruck. Nach den bekanntesten Rock- und Popsongs des vorigen Jahrhunderts kann dann Blues, Boogie Woogie und Rock „n“ Roll getanzt werden und sich an der mobilen Bar des Schoelerteams mit alkoholfreien Kaltgetränken und Cocktails erfrischen.

Damit man im Laufe des Abends alle Etagen ,,durchtanzen“ kann, wird ein einheitlicher Eintrittspreis von 7 Euro, für Erwerbslose, Schüler und Rentner von 3,50 Euro erhoben und wer ein aktuelles Ticket von einem öffentlichen Verkehrsmittel vorzeigen kann.

Die Bedenken des Schoesch-Teams, dass sich die Anwohner über den ruhestörenden Lärm berechtigt beschweren könnten, stellten sich als unbegründet heraus. Zum Einen weil sich die Discjockeys diszipliniert an die vorgegebene maximale Lautstärke ihrer Musik hielten, zum Anderen weil die eingebauten Schallschutzfenster hervorragend den Schall dämmten. Aber möglicherweise auch, weil so viele Anwohner die Tanzparty besuchten.

Die Party war zu Ende. Ari hatte mit seinen Helfern die Technik wieder abgebaut und im Techniklager verstaut, um dann noch zufrieden festzustellen, dass diesmal nichts beschädigt wurde. Das Team traf sich dann im ,,Schoeler“ und Jasmin verkündete die Besucherzahl aus dem elektronischen Kartensystem: 140 Tänzer über den gesamten Abend verteilt! Diese Zahl nahm das gesamte Team mit erstaunen zur Kenntnis, empfand es aber auch als Bestätigung für ihre akribische Planung und die engagierte Durchführung, wofür Ari und sein Team auch noch ein besonderes Lob von den Discjockeys bekam.

Müde und zufrieden fuhren alle nach Hause, um wohl gleich ins Bett zu fallen. Wieder war einer dieser typischen Soziokulturellen Tage im selbstverwalteten Schoesch zu Ende gegangen.

 

Rainer Wittek

 

Die fiktive Geschichte wird morgen fortgesetzt

  2 Antworten zu “Ein Freitag im selbstverwalteten Soziokulturellen Zentrum Schoeler-Schlösschen – Teil 5”

  1. hier fehlt ein beitrag:

    das versagen der politik in sachen flüchlingsaufnahme und -betreuung hat dazu geführt, dass die bürger- und zivilgesellschaft sich der dinge angenommen hat – so auch in wilmersdorf.

    sollte das “ soziokulturelle zentrum schoelerschlößchen “ nicht der organisationstreff der wilmersdorfer bürgerschaft werden ?

    nur wenn die einwohnerschaft die gesellschaftlichen probleme selber in die hand nimmt und sie nicht der politik, dem ba, den parteien überläßt, kann es „gut“, zumindest „besser“ werden

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kudamm/berlin-wilmersdorf-fluechtlinge-willkommen-buergermeister-kritisiert-senat/12220002.html

    http://willkommen-in-wilmersdorf.de/

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/berliner-fluechtlingsunterkunft-des-asb-grosse-hilfsbereitschaft-fuer-fluechtlinge-in-wilmersdorfer-notunterkunft,10809148,31474650.html

    http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/aktuelles/artikel.357643.php

    http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/aktuelles/pressemitteilungen/2015/pressemitteilung.358736.php

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