Sep 082015
 

Wie jeden Dienstag bestimmen heute die Bürgerinitiativen den Tagesablauf. Alle Gruppenräume sind belegt und der DG-Saal wird als Bewegungsraum von der Feldenkrais-Frauengruppe genutzt.

Für die besondere Gemüsesuppe, heute mit selbstgebackenem Lupinenbrot, finden sich dann alle Initiativler nach ihren Treffen im „Schoeler“ ein. Längst ist es nicht mehr nur das Löffeln der Suppe, sondern auch die Möglichkeit des Gedankenaustausches, zu dem die unterschiedlichsten Bürgerinitiativen im „Schoeler“ ins Gespräch kommen. Obwohl Suppe und Brot gegen eine freiwillige Spende serviert wird, liegen die Einnahmen um ein Vielfaches über dem Speisekartenpreis. Suse bewertet das als Dankeschön für die kostenlose Nutzung der Gruppenräume.

Im OG Studio findet eine Informationsveranstaltung von Lobbycontrol statt. – Ja, wir sind eine Lobbykratie – behaupten sie und wollen das heute auch beweisen. 19:00h, Eintritt frei

Heute Abend hat der Gewölbekeller seine Premiere: Unter dem Motto „Lernen durch Spielen“ stellt sich die Musikschule Berlin vor. In verschieden Formationen spielen sie Standards des Modernen Jazz. Da der heutige Besuch alle Erwartungen überstieg, würden sie gerne jeden Dienstag ihre kostenlose Übungsauftritte machen. Da trotz der Lautstärke keine Beeinträchtigung der parallel laufenden Veranstaltungen erfolgte, konnte Jasmin ihnen den Termin zusagen.

Besonders an den Formationen war die Alterszusammensetzung. Da spielten 20+jährige Jungs Bassgitarre und Schlagzeug und 60+jährige Frauen Saxophon, Trompete und Posaune, ungewöhnlich für den von Männern dominierten Modern Jazz. Offensichtlich nicht in Wilmersdorf !

In der Post war heute auch ein Brief vom Bezirksbürgermeister. Darin bedankte er sich für die Anfrage, eine Trauung im Vorgarten des Schoeler vorzunehmen, und sagte zu, eine Standesbeamtin vorbeizuschicken, um die   „Outdoortrauung“ im Vorgarten durchzuführen. Gleichzeitig bot er Amtshilfe an, um die Formalitäten auch ordnungsgemäß zu erledigen,

Wie kam es zu diesem Brief?

„Kann man sich hier im Vorgarten auch trauen lassen“? mit dieser Frage platzte Bertram seinerzeit ins Büro. Ja, warum eigentlich nicht, antwortete Jasmin spontan. Aber warum gerade im Schoesch und dann noch im Vorgarten? Bertram hatte dafür eine einfache wie logische Erklärung: Bei einem Brunch im Vorgarten habe er seinen Mann kennengelernt, und er fände es super, sich da trauen zu lassen, wo die Liebe begonnen hatte.

Bertram und Jasmin schrieben einen Brief an das Standesamt, in dem sie Ihren Wunsch formulierten, und baten um Genehmigung und Unterstützung, die dann mit dem Brief vom Bürgermeister auch zugesagt wurde.

Bertram und Robert hatten auch schon Vorstellungen, wie das Fest ablaufen soll. Z.B. Alle Gäste werden gebeten, mit ÖPNV, Fahrrad oder zu Fuß zu ihrer Trauung zu kommen. Flo versprach ein opulentes Liebesmahl und eine „Standesamtstorte“ mit Zutaten nur aus dem Schoelergarten. Und das dickste Stück soll der Bürgermeister kriegen, wenn er denn der Einladung folgt. Jetzt musste nur noch ein sonniger Sommertag festgelegt werden, und dann kann die erste  „Outdoortrauung“ im Schoesch stattfinden.

Der Dienstag ging mit einer erfolgreichen Premiere zu Ende. Morgen freut sich das Team auf die Lesung der international bekanntesten lateinamerikanischen Autorin.

Rainer Wittek

Die fiktive Geschichte wird morgen fortgesetzt

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