Jul 312017
 

Sie zählt zu den bedeutendsten deutschen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sie hat über 50 Jahre in Berlin Prenzlauer Berg gelebt und gearbeitet. Trotzdem lehnte das Land das Angebot der Nachfahren dankend ab, den Nachlass der Künstlerin zu übernehmen! Es musste also eine private Lösung her, damit das Werk der großen Künstlerin Berlin erhalten bleibt.In den Räumen der Stiftung Bernd Schultz auf der Fasanenstraße  fand  die Kollwitzsammlung des Kunsthändlers Pels-Leusden auf einer Fläche von ca. 900 qm seit 1986 ihre museale Heimat, aus der sie jetzt vertrieben werden soll.

Die geringe Wertschätzung des Landes Berlin gegenüber dem Werk von Käthe Kollwitz, eine unfassbare kulturpolitische  Entscheidung, setzt sich jedoch heute fort. Der kulturpolitische Sprecher der CDU schlägt als neues Domizil das Schoeler-Schlösschen vor, das barocke Landhaus in Wilmersdorf, in dem max. 440 qm Ausstellungs- und Archivfläche hergestellt werden könnten, die die z.Zt. ausgestellten 120  Exponate aufnehmen müsste  an Wandflächen, die alle 2 m von einem Fenster unterbrochen werden. Die Raumhöhen im Schoeler-Schlösschen von 2,45 bis 3,70 m würden durch die notwendige Klimatechnik weiter reduziert. Die Raumhöhen der Fasanenstr, liegen bei 4 bis 7 m.

Geringe Raumhöhe, alle 2 m ein Fenster

Angesichts dieser Fakten kann dieser Vorschlag aus museumstechnischer Sicht als völlig ungeeignet abgetan werden. Aber er hat  auch eine höchst bürgerfeindliche Absicht. Der Vorschlag und damit das Werk von Käthe Kollwitz, wird von der CDU dazu missbraucht, ein von über 2.000 Bürger*innen gefordertes selbstverwaltetes Soziokulturelles Zentrum im Schoeler-Schlösschen zu verhindern, was ihr bei über 500 dieser Zentren in Deutschland nicht gelang. Weiterlesen »

Jul 022017
 

Die Linken hatten am 30.Juni ins Rathaus eingeladen. Im BVV-Saal trugen über 30 Initiativenvertreter*innen ihre Konzepte, Anliegen und Auseinandersetzungen mit Politik und Verwaltung vor. Durch alle Beitrage zog sich wie ein roter Faden die Kritik an fehlender Bereitschaft von Politik und Verwaltung, die betroffenen Bürger frühzeitig und verbindlich in politische Entscheidungsprozesse einzubinden, wie es in allen Wahlprogrammen versprochen wird. „Machen wir uns nichts vor, man hört uns gerne zu, hat ja den Anschein von Bürgernähe, das war’s dann auch, denn in diesen Strukturen sind Mitspracherechte der Bürger*innen nicht vorgesehen, wir haben da nichts zu sagen“. So drückte es eine Initiativenvertreterin aus und beschrieb damit wohl die Erfahrung der meisten Anwesenden. Weiterlesen »

Jun 232017
 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer –  und die es noch werden wollen,

bei unserem letzten Treffen wurde vereinbart, dass wir mit einer öffentlichen Aktion unseren Forderungen mehr Nachdruck verleihen wollen. Neben den Flyerverteilaktionen wurde vorgeschlagen an einem Freitag im August/September eine Menschenkette zu veranstalten. Weiterlesen »

Apr 072017
 

In der jüngeren Vergangenheit hat es vermehrt Versuche politischer Gruppierungen gegeben, auf die Raumvergabe in stadtteilkulturellen Einrichtungen Hamburgs Einfluß zu nehmen. Aus diesem Anlass hat der Dachverband STADTKULTUR HAMBURG eine Stellungnahme zur Autonomie der Einrichtungen der Stadtteilkultur veröffentlicht.
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Mrz 072017
 

Ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum für Wilmersdorf im Schoeler-Schlösschen 

Präambel                                                                                                                                                                                        Anfang der 70er Jahre gründeten sich überall im Lande Bürgerinitiativen, die dafür eintraten, dass die Beschäftigung mit kulturellen Werten nicht mehr an bestimmte gesellschaftliche Schichten geknüpft sein darf. Durch Einschluss der Vielfalt ethnischer Kulturen, ebenso das Neben- und Miteinander aller Genres und Disziplinen, entwickelte sich ein Kulturverständnis, das breiten Bevölkerungsschichten die aktive Teilhabe am kulturellen und politischen Leben ermöglichte. Durch die anfangs ablehnende Haltung von Politik und Verwaltung gegenüber dieser Bürgerbewegung, entschlossen sich einige Initiativen leerstehende Gebäude zu besetzen, um selbstbestimmt ihre Vorstellung von Kultur zu realisieren. (u.a.Pavillon Hannover, Alte Feuerwache Köln, ufaFabrik Berlin).

Mit den Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann (Frankfurt a/M) und Hermann Glaser (Nürnberg) wurde 1976 die Kulturpolitische Gesellschaft (KuPoGe) gegründet, die die Forderungen dieser zivilgesellschaftlichen Bewegung aufnahm und einen erweiterten Kulturbegriff propagierten. Mit dem Slogan „Kultur für alle“ begründeten sie mit dem Begriff  –Soziokultur-  eine „Neue Kulturpolitik“. Als Gegenentwurf zu der konsum- und unterhaltungsorientierten Hochkultur, die für eine kleine Elite mit unpolitischem Kulturverständnis bereitgestellt wurde und 99,5% der Kommunalen Kulturhaushalte verschlang.

In den meist sozialdemokratisch geführten Ländern wurden Haushaltsmittel für Bau und Betrieb selbstverwalteter soziokultureller Zentren bereitgestellt. Zwischen den zivilgesellschaftlichen Initiativen und der Politik entstand zum ersten mal eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe bei Planung und Realisierung der Zentren. Die Hausbesetzungen wurden legalisiert und die Gebäude zu soziokulturellen Zentren ausgebaut und somit den Verwertungsinteressen der Immobilienwirtschaft entzogen, zu Gunsten einer kulturellen Stadtentwicklung. Weiterlesen »

Feb 022017
 

10 Jahre Dilettanten-Kulturpolitik sollen in Berlin zu Ende gehen. Wurde Kulturpolitik als Orchideenthema abgetan, das der Bürgermeister so neben her von einem Staatssekretär erledigen ließ, so soll sich das jetzt ändern mit der Wahl von Klaus Lederer von den Linken zum Kultursenator. Berlin pumpte viel Steuergeld in die repräsentativen „Leuchttürme“ und plante vergeblich Kunsthallen, Landesbibliotheken und Festivals oder gibt mal eben fast eine halbe Milliarde für die Sanierung einer Oper aus. Der freien Kulturszene mit ihren über 10.000 Künstler*innen blieben da nur Brosamen. Wegen zu geringer Haushaltsmittel sind die bezirklichen Kulturverwaltungen bemüht, den unzulänglichen Bestand lediglich zu erhalten.
Exemplarisch für diese verfehlte Politik ist der Umgang mit der BI Schoeler Schlösschen, die sich seit anderthalb Jahren mit über 1.300 Bürger*innen dafür engagiert, diese Situation in Wilmersdorf zu beenden und „Kultur für alle“ in einem selbstverwalteten Soziokulturellen Zentrum Schoeler-Schlösschen zu realisieren. Das stieß auf erheblichen Widerstand der Kulturverwaltung und der Grünen, nach dem Motto, wir sind nur offen für Bürgerinitiativen, die uns nahe stehen. Der unzeitgemäße Umgang mit zivilgesellschaftlichen Akteuren wie mit Querulanten muss umgehend beendet werden, sonst wird die Zustimmung zu den regierenden Parteien weiter abnehmen.

Schoeler-Schlösschen, Foto BI

Lederers starke Sprüche

Aber jetzt geht es voran. Klaus Lederer hat auch schon ein paar starke Sprüche rausgehauen: „Wir wollen die Stadt den Menschen zurückgeben, die hier wohnen. Dazu gehört auch eine intensive Bürgerbeteiligung! Wir wollen die Bürger als Partner begreifen!” Wenn die erstarkte Fraktion der Linken in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf dies als Grundlage für Ihre Tolerierung beherzigt, lässt sich auch die Zählgemeinschaft Rot Grün überzeugen. Die Verdoppelung der Mittel der Bezirkskulturfonds, die bezirkliche kulturelle Infrastruktur verbessern, Investitionen in Kulturhäuser der freien Szene und einen selbstverwalteten (!) Kulturfond u.v.m. Versprechen aus dem Wahlprogramm der Linken. Maßnahmen, die von unserer BI seit Langem gefordert werden. Weiterlesen »

Jan 012017
 

Neuer Kultursenator – neue Kulturpolitik ?

Die Geschichte und Kultur Berlins ist im starken Maße durch Zuwanderung geprägt. Es ist an der Zeit, dies in einem angemessenen Rahmen darzustellen und offensiv zu vertreten.  Für Berliner Kulturpolitik gilt vorrangig, die vielfältigen Facetten von Migration (und Vertreibung), sowie die daraus resultierende Dynamik und Veränderung der Stadtgesellschaft für eine breite Öffentlichkeit erlebbar zu machen.

Homogenität und biologische „Reinheit“ der Kultur ist eine Ausgrenzungsstrategie der Nationalisten und Populisten gegenüber Andersdenkenden. Kultur wird instrumentalisiert für die soziale Abgrenzung der Klassen und Schichten und dient als ein Propagandaelement der Herrschaftssicherung.

In einer demokratisch verfassten Gesellschaft gilt das Prinzip „Vielfalt“. Wenn Kulturpolitik als Demokratiepolitik verstanden wird, ist Pluralismus oberstes Staatsziel und nicht eine einheitliche „Leitkultur“, wie es CDU/CSU und AfD fordern. Kulturen sind immer das Ergebnis gegenseitigen Austauschs unterschiedlichster Lebens- und Ausdrucksformen.

Es ist das Privileg einer demokratischen Gesellschaft, dass Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gleichberechtigt Anspruch haben auf Alternativen für ihre Lebensgestaltung. Es geht dabei um die Verwirklichung eines Weltbilds, in dem die Werte Gleichheit und Freiheit und die Idee einer radikalen Demokratie (auch im wirtschaftlichen Sinne) im Vordergrund fortschrittlicher Kulturpolitik steht und nicht ein normiertes Deutschtum. Weiterlesen »

Mai 012017
 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer –  und die es noch werden wollen,

alle Bedenken, die wir mit der Entscheidung des Kulturausschusses hatten, sind in vollem Umfang eingetreten. Kurzfristig hatte Frau Dr. Pöthe-Elevi, (B90/Die Grünen), Gegnerin eines selbstverwalteten Soziokulturellen Zentrums, also auch unserer BI, die kulturpolitischen Sprecher*innen der in der BVV Char.-Wilm. vertretenen Parteien eingeladen. Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz (SPD) wurde erst gar nicht eingeladen, kam aber trotzdem. Man verweigerte uns der Sitzung beizuwohnen mit der Begründung, dass es ja kein Ausschuss sei, sondern eine Arbeitsgruppe und die sei nun mal nicht öffentlich. Eine für eine entwickelte Demokratie nicht akzeptierbares Verhalten, das auch mit dem Bezirksverwaltungsgesetz und der Geschäftsordnung der BVV nur schwer vereinbar ist. Dabei standen für eine BI so elementare Fragen auf der Tagesordnung, wie Ziele, Zusammensetzung und Öffentlichkeit.

Derzeit kann davon ausgegangen werden, dass CDU, B90/die Grünen und AfD sich einig sind ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum im Schoeler-Schlösschen zu verhindern. Es werden auch schon Mitbewerber ins Spiel gebracht, die sich bisher nicht für das Schoeler-Schlösschen engagierten und deren Konzepte den Wilmersdorfer Bürger*innen nicht bekannt sind.

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Apr 132017
 

Vor 40 Jahren wurde der zakk e.V. gegründet. Die erste zakk-Veranstaltung (Filmvorführung Blizkrieg Pop zur aufkommenden Punkbewegung) fand nicht hier sondern im Carsch-Haus statt, was damals noch ein Kultur- und kein Konsum-Tempel war. Bereits im Sommer organisiert der Verein ein kleines Straßenfest für Arbeiter- und Ausländer-Kinder auf der Fichtenstraße. Ab 1980 werden Räume im Nachbarhaus genutzt, klein-zakk startet mit ersten Veranstaltungen und Treffs. Die Fichtenstr. 40 wird umgebaut, 7.500 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet und ab 1984 können erste Räume provisorisch genutzt werden. 1986wird der 100.000 Gast gezählt und 1988 wird das Zentrum „offiziell“ eröffnet. Seit 1991 gibt es die „neue Theke“, seit 1996 eine Homepage (und das 1. Düsseldorfer Internet-Cafe), 1999 wird der Club erweitert. 2002 machten wir erstmals 400 Veranstaltungen im Jahr, seit 2005 gibt es die 50plus Party und vor zehn Jahren fand die 1. Nichtraucher-Party statt….

zakk Eingangsseite

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